Was kostet ein Immobilienmakler? Provision, Aufteilung und Leistungen erklärt

Wer die Maklerprovision zahlt, was seit 2020 gilt und welche Leistungen Sie dafür erwarten können.
Jutta Schäfer und Marcel von der Immo Zentrale

Ein Immobilienmakler kostet beim Verkauf eine Provision, die nur bei Erfolg fällig wird und als Prozentsatz vom Kaufpreis berechnet wird. Die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt. Seit Dezember 2020 gilt bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen: Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf der Käufer höchstens die Hälfte der Provision tragen. Bei der Immo Zentrale beträgt die Provision beim klassischen Maklerverkauf 3,00 % zzgl. 19 % MwSt.

Wann ist die Provision fällig?

Nur bei Erfolg, also wenn ein notarieller Kaufvertrag zustande kommt, den der Makler nachgewiesen oder vermittelt hat. Bewertung, Exposé, Besichtigungen und Verhandlungen sind darin enthalten. Kommt kein Verkauf zustande, zahlen Sie für diese Arbeit beim klassischen Maklerauftrag nichts.

Wer zahlt die Provision?

Seit dem 23. Dezember 2020 regelt das Gesetz die Aufteilung bei Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern und Eigentumswohnungen, wenn der Käufer ein Verbraucher ist:

  • Beide Seiten beauftragen den Makler: Dann zahlen Verkäufer und Käufer die Provision zu gleichen Teilen.
  • Nur der Verkäufer beauftragt den Makler: Er kann einen Teil an den Käufer weitergeben, aber höchstens die Hälfte. Der Käufer muss erst zahlen, wenn der Verkäufer seinen Teil nachweislich gezahlt hat.
  • Form: Der Maklervertrag muss mindestens in Textform geschlossen werden, also zum Beispiel per E-Mail.

Für Mehrfamilienhäuser, Grundstücke und Gewerbeimmobilien gelten diese Regeln nicht. Dort können die Parteien die Verteilung frei vereinbaren.

Und bei der Vermietung?

Für die Vermietung von Wohnungen gilt seit 2015 das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn. Beauftragt der Vermieter den Makler, darf er die Kosten nicht an den Mieter weitergeben.

Was bekommen Sie für die Provision?

Ein guter Makler verdient sein Geld nicht mit dem Inserat, sondern mit allem, was davor und danach passiert:

  • eine realistische Bewertung und Preisstrategie
  • professionelle Fotos und ein vollständiges Exposé
  • die Zusammenstellung aller Unterlagen
  • Vorauswahl der Interessenten und Prüfung der Finanzierung
  • Besichtigungen und Verhandlungen
  • Vorbereitung des Notartermins und Begleitung bis zur Übergabe

Was die Immo Zentrale im Einzelnen übernimmt, steht auf unserer Seite Immobilie verkaufen.

Gibt es Alternativen zur vollen Provision?

Ja. Wer selbst verkaufen möchte, aber Unterstützung bei Preis, Unterlagen oder Verhandlung sucht, kann eine Beratung zum Festpreis buchen. Die Modelle der Immo Zentrale finden Sie unter Beratung.

Welche Kosten kommen beim Verkauf sonst noch auf Sie zu?

Die Notar- und Grundbuchkosten für den Kaufvertrag trägt üblicherweise der Käufer, ebenso die Grunderwerbsteuer. Als Verkäufer zahlen Sie in der Regel für die Löschung einer eingetragenen Grundschuld und gegebenenfalls für den Energieausweis. Welche Unterlagen Sie brauchen, steht in unserer Checkliste für den Hausverkauf.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Maklerprovision bei der Immo Zentrale?

Beim klassischen Maklerverkauf 3,00 % zzgl. 19 % MwSt., fällig nur bei erfolgreichem Verkauf. Wer die Provision trägt, besprechen wir mit Ihnen, bevor Sie einen Auftrag erteilen.

Muss der Käufer die Maklerprovision zahlen?

Bei Einfamilienhäusern und Wohnungen höchstens die Hälfte, wenn der Verkäufer den Makler beauftragt hat. Bei anderen Immobilien ist die Verteilung frei verhandelbar.

Zahle ich etwas, wenn die Immobilie nicht verkauft wird?

Beim klassischen Maklerauftrag nicht. Die Provision wird nur bei einem erfolgreichen Verkauf fällig.

Ist die Maklerprovision verhandelbar?

Ja, die Höhe ist gesetzlich nicht festgelegt. Wichtiger als der Prozentsatz ist aber, welche Leistungen enthalten sind und welcher Preis am Ende erzielt wird.

Weitere Artikel

Zu allen Artikeln