Die Kosten des Zögerns bei einer geerbten Immobilie

Erbschaftsimmobilien - Nervenaufreibend und kostspielig

Wenn eine geerbte Immobilie zur Kostenfalle wird.

Warum Abwarten schnell teuer werden kann

Eine geerbte Immobilie ist für viele Familien nicht nur ein Vermögenswert, sondern auch mit Erinnerungen verbunden. Entsprechend schwer fällt es oft, eine Entscheidung zu treffen: verkaufen, vermieten oder behalten?

Was dabei häufig unterschätzt wird:
Auch ohne Nutzung verursacht ein Haus jeden Monat laufende Kosten — und verliert mit der Zeit an Wert.

🏡 Laufende Kosten entstehen auch im Leerstand

Viele Erben gehen davon aus, dass ein leerstehendes Haus kaum Kosten verursacht. In der Praxis summieren sich jedoch zahlreiche Ausgaben, die Monat für Monat anfallen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Grundsteuer
  • Wohngebäudeversicherung
  • Energiekosten zur Frostsicherung
  • Gebühren für Straßenreinigung und Müll
  • laufende Instandhaltung

Gerade Versicherungen können bei Leerstand deutlich teurer werden, da das Risiko von Schäden steigt.

💰 Beispiel: Monatliche Kosten einer leerstehenden Immobilie

Kostenpunkt:                                                               Monatliche Kosten (ca.)

Wohngebäudeversicherung                                          120 bis 200 €

Heizkosten (Frostschutz)                                                 80 bis  150 €

Strom (Grundverbrauch)                                                 30 bis   60 €

Straßenreinigung / Müllgebühren                                   40 bis   80 €

Kleinere Wartung & Pflege                                             100 bis 200 €

Gesamt ca:    420 bis 810 €

Schon bei konservativer Rechnung entstehen häufig 500 bis 800 Euro monatlich, ohne dass die Immobilie genutzt wird.

⚠️ Noch schlimmer sind versteckte Kosten: Wertverlust durch Stillstand

Mit zunehmender Dauer verstärkt sich dieser Effekt erheblich. Bleibt eine Entscheidung über Monate oder Jahre aus, entstehen nicht nur laufende Kosten, sondern häufig auch ein zusätzlicher Wertverlust. Notwendige Instandhaltungen werden aufgeschoben. Außenanlagen verwildern, Materialien altern schneller und der Aufwand für eine spätere Wiederherstellung steigt.

Leerstehende Häuser leiden häufig unter:

  • mangelnder Belüftung
  • Feuchtigkeit und Schimmel
  • ungepflegten Außenanlagen
  • kleinen Schäden, die unbemerkt größer werden

Je länger eine Immobilie ungenutzt bleibt, desto mehr sinkt ihr Marktwert — und desto höher werden spätere Sanierungskosten.

👉 Was kostet ein Jahr Zögern?

Besonders komplex wird die Situation, wenn mehrere Erben beteiligt sind. In einer Erbengemeinschaft müssen Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, was verständlicherweise Zeit benötigt. Währenddessen laufen die Kosten weiter — unabhängig davon, ob bereits eine Einigung absehbar ist oder nicht. Eine transparente Übersicht über die tatsächlichen Belastungen kann dabei helfen, die Situation realistisch einzuschätzen und gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden.

Eine frühzeitige Klärung der weiteren Vorgehensweise schafft Sicherheit und verhindert unnötige finanzielle Verluste. Ob Verkauf, Vermietung oder Eigennutzung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab. Eine neutrale Einschätzung kann helfen, Chancen und Risiken realistisch abzuwägen und die nächsten Schritte mit Klarheit zu planen.

👨‍👩‍👧 Besonders schwierig: Erbengemeinschaften

In einer Erbengemeinschaft verzögert sich die Entscheidungsfindung oft zusätzlich, da alle Beteiligten zustimmen müssen.

Währenddessen laufen die Kosten weiter — unabhängig davon, ob bereits eine Einigung besteht oder nicht.

Eine klare Kostenübersicht kann hier helfen, gemeinsam eine tragfähige Entscheidung zu treffen.

⭐ Frühzeitige Klärung schafft Sicherheit

Je früher Sie sich mit den Möglichkeiten für Ihre Immobilie beschäftigen, desto besser lassen sich unnötige Kosten vermeiden.

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